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Lösungsvorschläge für Arbeitsaufträge

Mögliche Lösungen, Hinweise und Hintergründe

1 Dieser Arbeitsauftrag verbindet die Kapitel 1.6 und 1.7 über die Fragen nach dem freiheitsstiftenden Gehalt von Regeln. Hier kann zunächst die Provokation der Aussage ("Regeln stiften Freiheit") aufgegriffen werden, die für Kinder oft widersprüchlich ist – Regeln werden – auch auf Basis der moralischen Entwicklung von Kindern (vgl. Kohlberg-Modell) – von 10-11jährigen meistens als die Freiheit einschränkend empfunden. Anhand der "Negativbeispiele" in 1.6 kann (evtl. in Kombination mit AA3) allerdings die Notwendigkeit von Regeln zum Aufrechterhalten von Frieden, Ordnung und Gemeinschaft erarbeitet werden. Ein wichtiger Lernschritt wäre hier, dass Freiheit nicht mehr "nur" als "tun und lassen können, was ich will" verstanden wird, sondern stärker auf ein gemeinschaftliches, friedliches Miteinander als Möglichkeit bezogen wird. Gemeinsame (im Idealfall demokratisch beschlossene, siehe Methode: Gemeinsam entscheiden) Regeln sind dann der Garant für die Möglichkeit eines solchen Lebens und in diesem Sinn freiheitsstiftend.
4 Den Schüler*innen fällt es erfahrungsgemäß leicht, Beispiele für das Nichteinhalten von Regeln zu nennen. Solche könnten sein: Fußballregel-Chaos und keine Freude am gemeinsamen Spiel; FSK/JMK-Albträume und Angst, weil die Inhalte überfordernd sind; Hausschuhpflicht-verunreinigte Klasse, keine gute Atmosphäre, man fühlt sich unwohl und wird schmutzig; Nicht ins Wort fallen-Chaos, keine Gesprächskultur, Lautere setzen sich durch etc.
2 Dieser Arbeitsauftrag ist sehr persönlich und individuell. Die Schüler*innen sollen ermutigt werden, Bedürfnisse und Erwartungen an andere zu artikulieren. Daraus können in weiterer Folge gemeinsame Regeln festgelegt werden (siehe Methode "Gemeinsam entscheiden").
5 Der Verweis auf die Goldene Regel (einfach: "Was du nicht willst dass man dir tu', das füg' auch keinem and'ren zu!") soll hier rekapituliert werden. Sie ist im (neuen) Lehrplan fester Inhalt des Volksschul-Lehrplans, bleibt aber an dieser Stelle ein Scharnier zur späteren Anknüpfung und Vertiefung (7. Schulstufe). Für Kinder ist sie besonders auch deswegen leicht greifbar, weil das Farbattribut "golden" auf ihre herausragende (weil einfache) Stellung unter den vielen Lebensmaßstäben hinweist: Sie ist quasi der "Königsweg", weil sie kein vertieftes Detailwissen über Regeln, Normen und Gesetze benötigt, sondern als einfache Maxime "leicht" umsetzbar ist. Je nach Akzentuierung dieses Themas in der Volksschule kann auch darauf hingewiesen werden, dass das Prinzip der Goldenen Regel in fast allen Religionen und Kulturen zu finden ist – auch diese Tatsache macht sie zu einer "gekrönten" (goldenen) Regel.
3 Kapitel 1.7 spiegelt die in 1.6 aufgeworfenen Problemstellungen auf konkrete Regeln, Normen und Gesetze, die den Schüler*innen großteils bekannt sein dürften. Diese Regeln werden als Lösungsansätze (nicht als immer passende Lösungen!) vorgestellt. Damit soll deutlich werden, dass gemeinsame Regeln einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Gemeinschaft leisten können. Manche Regeln können mehrfach bezogen werden, anhand der Auswahl bietet sich aber folgende Zuordnung an: Fußballregel-Situation in Hellgrün; Hausschuhpflicht-Situation in Dunkelgrün; "Nicht ins Wort fallen"-Situation in Dunkelblau; FSK/JMK-Situation in Hellviolett; Handyregelung-Situation in Rot; "Ausrede-Regel"-Situation in Dunkelblau; "Bitte warten, bis sie aufgerufen werden"-Situation in in Dunkelblau; "Wir hören einander zu"-Situation in Dunkelblau; StGB-Situation in Dunkelviolett – eine Verkehrsregel fehlt absichtlich: Sie könnte die Situation in Hellblau lösen und könnte (weil vermutlich bekannt) auch von den Schüler*innen genannt werden.

Zusätzliche Medien

Videos, Musik und Bilder als Ergänzung

Gemeinsam sind wir Klasse – Regeln für die Gemeinschaft

Material für Lehrerinnen und Lehrer

Zusatzmaterial, theologische Kommentare und Umsetzungsvorschläge

Inhaltliche Einführung

Eine kurze inhaltliche Einführung und Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte dieses Unterkapitels.

Möglicher Verlauf

Vorschläge für mögliche Stundenverläufe und -einteilungen zum Unterkapitel in drei Varianten sowie genauere Vorschläge für die Aufteilung der einzelnen Arbeitsaufträge je nach Variante.